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Fraunhofer-Institut intensiviert seine Forschung
Forschungs-Hoch bei Bioschäumen und technischen Schäumen

(Hannover, 28. Juni 2012) Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal intensiviert seine Forschung rund um geschäumte Kunststoffe mit einer Schaumtandex-Anlage ZE 30 / KE 60 von KraussMaffei Berstorff. Die Anlage ist für die Herstellung von neuen Produkten im Direktschäumverfahren, für Materialmodifikationen oder auch für die Entwicklung neuer Verfahrensvarianten ausgelegt.

Wachsendes Marktpotential von geschäumten Kunststoffen

„Immer wenn es um Isolation und Dämmung geht, sei es gegen Wärme, Kälte oder Lärm, sind geschäumte Kunststoffprodukte gefragt“, erklärt Florian Rapp, Leiter des Schaumbereichs beim ICT. „Der Markt ist riesig, denn Schaumprodukte, die leicht und strukturstabil sind, werden sowohl in der Bau- und Verpackungsbranche als auch im Automobilbau eingesetzt. Immer neue Anforderungen in punkto Flammschutz und Wärmeleitfähigkeit sowie die eingesetzten Treibmittel zur Herstellung von Schaumprodukten, bieten große Forschungspotentiale“, so berichtet Rapp weiter. Das Fraunhofer ICT entwickelt seit Jahren für und mit Industriepartnern sowie im Rahmen eigener Projekte Schaumprodukte und -rezepturen weiter.

Hohe Nachfrage nach Bioschäumen

Seit einem halben Jahr können die Forscher mit einer Labor-Schaumtandex- Anlage ZE 30 / KE 60 direkt geschäumte Halbzeuge herstellen. "Trotz der kurzen Zeit haben wir schon viele Forschungsarbeiten mit der neuen Anlage durchgeführt", freut sich Rapp. Ein besonders interessantes und derzeit stark nachgefragtes Thema sind Bioschäume, die ebenfalls im Baubereich, für Verpackungen sowie in der Automobilindustrie eingesetzt werden könnten. Vorteil von Bioschäumen ist, dass sie alle positiven Eigenschaften von Schäumen, wie Formstabilität, Leichtigkeit und Isolationswirkung mit Umweltfreundlichkeit vereinen. Das ICT hat hierzu schon diverse Projekte mit Zellulose- oder PLA-basierten Partikelschäumen durchgeführt und sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese sollen jetzt auf die extrudierten Schäume übertragen werden. Gleiches gilt für Schäume aus technischen Kunststoffen, wie PET oder Kunststoff mit nanoskaligen Verstärkungsstoffen, die ebenfalls stark nachgefragt sind und zu welchen am ICT schon vielfältige Forschungsergebnisse vorliegen.

Einmalige Maschinenkombination

Vor knapp einem Jahr erweiterte KraussMaffei Berstorff die Familie seiner Schaumtandex-Anlagen um die Laboranlage. „Mit über 80 im Markt befindlichen Anlagen vom Typ ZE/KE gehören wir in diesem Bereich zu den Marktführern“, stellt Matthias Reimker, Projektmanager Schaumextrusionsanlagen bei KraussMaffei Berstorff fest. „Wir verfügen über einen enormen Erfahrungsschatz – auch in Bezug auf die Verarbeitungsparameter – und sind mit der Kombination aus Zweischnecken- und Einschneckenextruder einzigartig am Markt“, so Reimker weiter. Genau diese Erfahrungen und Referenzen überzeugten die Forscher des Fraunhofer ICT sofort: "Wir versprechen uns von der Zusammenarbeit mit KraussMaffei Berstorff eine optimale Symbiose für unsere Forschungsarbeiten auf der einen Seite, aber auch für die Entwicklungsvorhaben unserer Projektpartner auf der anderen Seite", begründet Rapp den Entschluss, eine Schaumtandex-Anlage zu kaufen.

Das Anlagenkonzept arbeitet mit einem Zweischneckenextruder als Primärextruder, der das Polymer unter Beimischung von Additiven optimal und schonend plastifiziert sowie die, flüssigen und umweltfreundlichen Treibmitteln homogen vermischt. Großer Vorteil dabei ist, dass Extruderzylinder und -schecken modular aufgebaut und dank entsprechender Ausrüstung für Schmelzetemperaturen von bis zu 350°C ausgelegt sind. Die hohe Flexibilität ist insbesondere für die Herstellung von technischen Schäumen wichtig. Als Sekundärextruder kommt in Schaumtandex-Anlagen ein relativ groß dimensionierter Einschneckenextruder für die Schmelzekühlung zum Einsatz.

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Die Maschinenkombination Zwei- und Einschneckenextruder ist der Kern der Anlage

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Schaumtandex-Anlage ZE 30 / K 60 im Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal

Forschungs-Hoch bei Bioschäumen und technischen Schäumen 

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Die Maschinenkombination Zwei- und Einschneckenextruder ist der Kern der Anlage
Schaumtandex-Anlage ZE 30 / K 60 im Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal 

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